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Hundezucht

Es gibt viele Züchter, die die verschiedensten Hunderassen züchten. Nun, woran erkenne ich denn einen guten Züchter? Ich denke, dass die wichtigsten Kriterien, die einen guten Züchter beschreiben, Offenheit und Fairness, Toleranz gegenüber andersdenkenden Züchtern und anderen Hunderassen, Wissbegierigkeit und vor allem das Erkennen der eigenen Grenzen ist.

Offenheit drückt sich vor allem darin aus, dass der gute Züchter für neue, vielleicht andersartige Ansätze der Hundezucht, -haltung, -ernährung, und –erziehung offen ist und gerne auch einmal die Argumente für und gegen Neuerungen unter Berücksichtigung eines wissenschaftlichen Hintergrunds beleuchtet. Einschlägig bekannte und empfohlene Literatur muss nicht zwangsweise dogmatisch als ultimative Wissenskrönung gesehen werden, denn leider werden viele Bücher auf Grund von Erfahrung der eigenen Zucht geschrieben, entbehren jedoch jeglicher sachlicher Einschränkung und Beschreibung wissenschaftlicher Versuchsbedingungen.


Die Toleranz gegenüber anderen Hunderassen und Züchtern dürfte eigentlich gar nicht angesprochen werden. Der Respekt für Diverses sollte unser Leben in alle Phasen prägen, so auch bei einem Züchter. Leider erlebt man sehr oft Züchter und Foren, die anderslautende Meinungen gar nicht zulassen und sich vor Anderem sperren. Von einander lernen und miteinander seine Kompetenzen erweitern sollte auch in der Hundezucht eine Maxime sein.

Die eigenen Grenzen kennen, bedeutet ehrlich zu sein. Es gibt wissenschaftliche Professuren, die sich mit Vererbungslehre über Jahrzehnte beschäftigen und bisher keine genauen Angaben zu z.B. der Vererbungswahrscheinlichkeit von Hüftgelenksdysplasie geben können. Eine eigene Statistik als Maß heranzuziehen ist fragwürdig, ebenso wie das Heranziehen des Röntgen eines Hundes auf HD, um es als Maßstab der Vererbung zu nehmen. So kann z.B. bei einer Stichprobe von 4-5 Generationen á 5 Hunden keineswegs auf das Herauszüchten bestimmter Items verwiesen werden, da diese Stichprobe verschwindend gering ist, sodass man nicht einmal statistische Signifikantstests anwenden kann. Außerdem gibt es weder Kontrollgruppen, noch Falsifikationstests. Sollte ein Röntgenbild eine nicht HD freie Hüfte anzeigen, so bleibt die Ursache im Ganzen zu beleuchten, nicht nur die Ergebnisse der Vorfahren. So sind Ernährung der Elterntiere und des Welpen ebenso zu betrachten, wie die Beschaffenheit des Untergrunds des Lebensraumes des Hundes (Drinnenhund läuft mehr auf den Ballen, wohingegen ein Hund in Waldboden mehr die Krallen einsetzt), die Sonnenintensität, die auch für das Knochenwachstum verantwortlich ist, die Ernährung (Kammerer, 2000), die Bewegungsmöglichkeiten des Hundes über den ganzen Lebenszeitraum (Auslauf, Treppen steigen im Haus etc.), die Belastung des Hundes (früh und viel Zugarbeit geleistet), Wahl des Schlaf- und Liegeplatzes, ... . Die Liste könnte endlos weitergeführt werden, sollte jedoch vernünftig abgegrenzt werden.

Lassen Sie sich bitte nicht von Gerüchten leiten, sondern nutzen Sie die Möglichkeiten des Internets und stöbern Sie auch auf den Webseiten der Universitäten, die sowohl Biologie, als auch Veterinärmedizin lehren. Auch statistische Institute können Auskünfte über viele verschiedene Erhebungen geben, die auch wissenschaftlich vernünftig erstellt wurden.

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