Tschechoslowakischer Wolfshund
Der Tschechoslowakische Wolf(s)hund
Vorweg, man kann folgende Bezeichnungen finden: Tschechoslowakischer Wolfshund und Tschechoslowakischer Wolfhund, beim FCI steht Wolfhund ohne "s" und genau so ist es richtig, doch leider findet man auch z.B. beim VDH erstere Bezeichnung mit "s" und das ist leider eine irreführende Bezeichnung, denn der Wolfshund, wie z.B. der Irische Wolfshund wurden zur Jagd auf Wölfe gezüchtet, und der Wolfhund, wie der Tschechoslowakische Wolfhund bezeichnen einen Hund, der aus Wolf und Hund entstanden ist, und auch die Wolfsähnlichkeit besitzt.
Nun kurz zusammengefasst die Entstehung des TWH ( Ausführlicheres nachzulesen im Internet unter http://de.wikipedia.org/wiki/Tschechoslowakischer_Wolfhund oder im Buch "Der Tschechoslowakische Wolfshund", erhältlich hier: http://www.graaff-goverwelle.nl/ ): 1955 wurde das Experiment, einen Wolf mit einem Deutschen Schäferhund zu kreuzen, in der ehemaligen Tschechoslowakei ins Leben gerufen.
1958 gelang die fruchtbare Vereinigung eines Deutschen Schäferhundes mit einem Karpatenwolf, mehrere Konstellationen folgten, mal war es eine Wölfin mit einem Hunderüden, mal eine Hündin mit einem Wolfsrüden. Es wurden 4 Zuchtlinien gegründet. Das Interesse galt vorerst der Fruchtbarkeit und der Vererbung.
Dann war es das Ziel einen Diensthund für die Armee zu schaffen, einen besseren Deutschen Schäferhund, einen Hund, der die Eigenschaften des Wolfes in sich trägt, wie z.B. Ausdauer, hohe Wachsamkeit, natürlich entwickelte Sinnesorgane und Widerstandsfähigkeit. Dieser Versuch scheiterte, obwohl es einige Wolfhunde ab etwa der 5 Folgegeneration nach dem Wolf gab, die diensttauglich waren. Das Experiment wurde abgebrochen. 1982 wurde der Klub für Tschechoslowakische Wolfhunde gegründet, und es ging wieder bergauf mit dem TWH, 1999 folgte dann letztendlich die internationale Hunderasseanerkennung im FCI.
Der TWH ist ein wolfsähnlicher Hund, der noch nah das Wolfserbe in sich trägt, sowohl vom Äußeren, als auch vom Wesen her. Seine Mimik und Gestik ist sehr ausgeprägt. Sein Revier, Heim und seine Menschen weiß er zu verteidigen.
Früh sollte so ein Hund auf den Menschen und seine Ungebung sozialisiert werden, da er sonst Schreckhaftigkeit und Scheuheit an den Tag legt.
Das Alleinbleiben sollte frühzeitig gelernt werden.
Meist ist der TWH ein dominantes Tier, egal ob Rüde oder Hündin.
Prinzipiell ist er kein Anfängerhund, aber mit einer guten Hundeschule oder wolfhundeerfahrenen Person, die einem Hilfestellung bietet, sollte es eigentlich kein Problem darstellen, wenn man sich vor der Anschaffung eines TWH ausführlich informiert hat und den festen Entschluß gefasst hat, so einen besonderen Hund bis ans Ende seiner Tage in seine Familie aufzunehmen.
Der TWH ist ein vielseitig einsetzbarer Hund, wie z.B. im Bereich Agility, Fährtenarbeit, Apportieren, Mantrailing, Sacco-Dogcart, Rettungshund etc., er ist ein Allrounder.



